Die Richtigkeit der offiziellen Fallzahlen ist unbestrittenerweise in allen Ländern optimierbar. Aber: Warum ist das so?

Testverfügbarkeit Österreich

Durch die hohen Kosten und den hohen Personalaufwand pro Test wird von den Behörden jeder unnötige Test vermieden. Darum gibt es bei der Hotline 1450, bei Rettungsleitstellen, Praktischen Ärzten folgendes Abfrageschema:

  • COVID-19 Symptome?
  • Waren Sie im Risikogebiet?
  • Kontakt zu einem bestätigten COVID Fall?

Zwei von den Fragen müssen mit JA beantwortet werden für weitere Abhandlung (In Wien wurde am 26.3 die Frage Risikogebiet aufgelassen – ganz Österreich ist Risikogebiet)

Problematik:

Symptome: Sehr viele Verläufe sind asymptomatisch, oder sind abweichend von Medien berichteten Symptomen. Folge: Die Menschen wissen nicht, dass sie Infiziert sind.

Risikogebiet: Die Dunkelziffer an Angesteckten war seit März hoch, die Frage nach Risikogebiet wurde nur gestellt um die Behörden nicht zu überlasten

Kontakt zu bestätigten Fall: Schwierig, wenn zu wenig getestet wird.

Zeitpunkt des PCR Tests:

Während der Inkubationszeit wird der Test negativ sein (zumindest die ersten 2 Tage nach Ansteckung). Der Test im Rachen/Nase ist auch ab Woche 2 bei leichten Fällen und ab Woche 3 bei schwereren Fällen oft false-negativ. (Info) Sogar COVID-19 Fälle auf der Intensivstation sind nach 3 Wochen negativ, weil die Virusbelastung vorbei ist, aber die Lungenentzündung am Laufen ist. Studie

YouTube – MedUni Graz

Durchführung des PCR Tests:

Details

Bei dem PCR Test muss ein Stäbchen (siehe Bild) tief in die Nase oder Rachen eingeführt werden, welches teilweise schmerzhaft und immer unangenehm ist. Wird das Stäbchen nicht tief genug eingeführt kann der angesteckte Patient negativ getestet werden. Viele Tester wollen nicht in Konfrontation zum Kranken gehen und wirklich das Stäbchen 4-5cm einführen. Und Nasenschleimhaut reicht einfach nicht für einen positiven Test ( NDR Christian Drosten ). YouTube – MedUni Graz

Reicht die Patienten Compliance für solch einen Test?

Auch bei uns gab es schon einen Testabstrich – Vorgangsweise: Wattestäbchen in beide Nasenlöcher, ca. einen Zentimeter. Angenehm aber sinnlos. (RT-PCR False Positives MedUni Graz)

PCR Sensibilität:

Auch wenn alles klappt, sind die Testresultate nicht 100% korrekt. Je nach Testhersteller gibt es unterschiedliche Qualitäten. Zb. Wurde in den USA bei den ersten Tests ein sehr hoher Anteil an False-Negatives erzielt, aber auch die derzeitigen verwendeten Test-Kits sind nicht unfehlbar ( RT-PCR sensitivity of 71% (p<.001) ) – viele Menschen wähnten sich in Sicherheit. Link CT vs. PCR

Medizinisches Personal

Auf der anderen Seite werden bestimmte Personengruppen ohne Symptome aber öfter getestet – vernünftigerweise. Z.B. Ärzte, Pfleger usw. Das schlägt sich auf den Zahlen nieder

Resultat:

Die Sicherheit bei einem der derzeitigen Tests richtig als COVID-19 getestet zu werden liegt nur bei 30-60%.

Das führt zu hohen Dunkelziffern an angesteckten Menschen. Abschätzung hier: https://www.joio-sociallabs.at/covid-19-dunkelziffer-berechnung/

Genau hier liegt die Hoffnung: Hohe Dunkelziffern sind prinzipiell gut, weil rechnerisch die Sterberaten viel niedriger sind als angenommen und die Herdenimmunität schneller erreicht wird.

Wir von JOIO-Sociallabs GmbH beschäftigen uns seit Jahren mit Digitalisierung, und Transformationen der Firmenkultur für die Digitalisierung. Seit 2020 kommt auch die intensive Beschäftigung mit COVID-19 dazu, aus Gründen der Kultur Transformation in Firmen (Telearbeit, Aufarbeitung der neuen Situation), aber auch aus Business Continuity Gründen zur Erarbeitung von Risiko Plänen.

Unser chinesisches Team war von Jänner bis März 2020 in Quarantäne, die gaben uns rechtzeitig Informationen, die wir für unsere Kunden nutzen konnten.